Chronik der

Sportschützen Elmenhorst e.V.

1955 Ein ganz wichtiges Datum für Elmenhorst. Man glaubt auch hier so langsam an das Wirtschaftswunder und der Spaß und die Freude an Festlichkeiten nehmen immer mehr zu. Es geht aber nicht nur um die Tradition, sondern auch der Name „Schütze“ soll wieder mehr in den Vordergrund gerückt werden. Der Gedanke an Vergleichswettkämpfe mit anderen Vereinen ließ einige Bürgerschützen nicht mehr los. Also gründeten die munteren Recken die „Schießgruppe“, die Urzelle der heutigen          SPORTSCHÜTZEN

 

Ganz wichtig an dieser Stelle, sind die Sportschützen der ersten Stunde zu erwähnen: 

Heinrich Diebecker 

Heinrich Wilking

Hans Wilking

Günter Otto

Günter Kuyper 

 

Man schoß 30 Schuß auf 12er Scheiben und mußte, um an Wettkämpfen teilnehmen zu können, nach Suderwig, Henrichenburg, Horneburg oder noch weiter reisen. In Datteln-Hagem brauchte man einen Regenschirm und dicke Pelze um bei schlechtem Wetter zu überstehen, denn man schoß damals diagonal über den Hof um auf 10m zu kommen. In Ahsen oder Datteln-Natrop lagen die Stände so nahe an der Straße, daß bei Lkw-Verkehr der ganze Stand bebte. Heute für Jungschützen nicht mehr vorstellbar!

 

Es gesellten sich immer mehr Schützen neu dazu, darum noch ein paar Namen, die um sportliche Erfolge in den ersten Jahren für Elmenhorst antraten:

Artur Hast, Gisbert Garus, Bernhard Stratmann oder Dieter und Friedhelm Solga.

 

Um an Meisterschaften teilnehmen zu dürfen, schloß man sich dem Westfälischen Schützenbund WSB an. In der Gaststätte „Füßmann“ war der erste Schießstand.

 

1979 Die Vereine wurden immer stärker und der Schießbetrieb immer aufwendiger. Auch die Schießgruppe bekam dieses zu spüren. Denn um an Fördergelder der Kommune oder des Landes zu kommen, mußte die Vereinsform geändert werden. Die Schießgruppe der Bürgerschützen Elmenhorst gründete sich zu den

 

SPORTSCHÜTZEN ELMENHORST e.V.

 

Unter dem Vorsitz von Norbert Jochmann und anschließend Jürgen Nietsch ging es in die erste Runde. Der Schießstand war jetzt zusammen mit den Schützen vom SV Brambauer, bei Fam. Petry in den „Hubertusstuben“.

 

Unser leider viel zu früh verstorbener Schützenbruder Hans Schülken stellte uns einen neuen, modernen Schießstand im „Westfalenkrug“ zur Verfügung. Ein erfolgreicher Abschnitt in der Vereinsgeschichte konnte beginnen und dank Inge Schülken fortgeführt werden. Die bis dahin vernachlässigte Jugendarbeit wurde nun nachgeholt. Mit Artur Hast als 1.Vorsitzenden und Friedhelm Michalowski als Schießwart ging es ans Werk. Die ersten Jahre waren noch steinig, aber Beharrlichkeit und Trainingsfleiß ließen schon kleine Erfolge zu. Mit Erich Piwek als Jugendtrainer kam der große Durchbruch. Als erste Schützin konnte sich Astrid Jüschke als Jugendliche bis zu den Deutschen Meisterschaften in München qualifizieren und errang dort sogar einen vorderen 5. Platz (Ringgleich mit der Drittplazierten und nur ein Ring fehlte zur Vizemeisterin).

 

Nach Artur Hast (ist für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden) wechselte die Vereinsführung über Erich Piwek auf Friedhelm Michalowski, der bis ins Jahr 2004 die Geschicke des Vereins mit großem Erfolg leitete. Errungene Meisterschaften und Pokalwettbewerbe beweisen den guten Sportsgeist und die Kameradschaft bei den Sportschützen.

 

2004 Nachdem sich Inge Schülken zur Ruhe gesetzt hatte, mussten wir uns nach einem neuen Schießstand umsehen. Schließlich wurden wir im Lokal „Haus Rose“ fündig. In Eigenarbeit entstand dort im großen Saal ein neuer Schießstand. Seit dem Jahre 2004 war dort nun unser neues Zuhause.

Friedhelm Michalowski stellt nach 14 Jahren als 1.Vorsitzender sein Amt zur Verfügung. Seit 2004 leitet Thomas Kellmann die Elmenhorster Sportschützen. Friedhelm Michalowski und seine Frau sind inzwischen aus dem Verein ausgetreten.

 

Auch die Geselligkeiten kommen keinesfalls zu kurz. Das jährliche Sommerfest, das Kinder-König-Schießen oder interne Veranstaltungen zu Weihnachten oder zum Saisonabschluß beweisen dieses.

 

2007 Im September 2007 gab es im „Haus Rose“ erneut einen Pächterwechsel. Da dem neuen Pächter der Schießstand wohl nicht in sein Konzept passte, gab es immer wieder einige Auseinandersetzungen, was dazu führte, das der Schießstand im Februar 2008 ganz abgebaut wurde. Seither bemühen sich die SpS und der BSV um eine neue Lösung.

 

2008 Schließlich wurde man auf dem Gelände unseres Schützenbruders Claus Franzgrote fündig. Nach einigen Umbauarbeiten konnte der neue Stand dann im September 2008 in Betrieb genommen werden. Er kann allerdings nur für vereinsinterne Veranstaltungen genutzt werden. Deshalb mussten alle Heim-Wettkämpfe bei Liga + RWK auf den Ständen des Gegners ausgetragen werden. Das war natürlich auf Dauer nicht tragbar; deshalb wurde immer wieder nach geeigneten Orten für einen neuen Stand gesucht.

 

2011 Schließlich wurde man im Sommer 2011 doch noch fündig. Zusammen mit den Sportschützen aus Brockenscheidt-Ketteler konnte die ehemalige Gaststätte „Baumeister“ angemietet werden. Im September/Oktober 2011 wurde mit den notwendigen Umbauarbeiten begonnen. Anfang November konnte der neue Stand eingeweiht werden.

Auf dem neuen Stand finden alle Heimkämpfe der Elmenhorster Liga + RWK-Mannschaften statt. Ebenso das Preis+Pokalschiessen des BSV. Auch die Brockenscheidter Schützen tragen ihre Wettkämpfe auf dem neuen Stand aus.

 

2012 In die Freude über den neuen Stand fällt ein Wermutstropfen: Günter Kuyper, letztes Gründungsmitglied und jahrelanges Vorstandsmitglied der Sportschützen verstarb am 28. Februar nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Wir werden seiner immer gedenken.